DSGVO 2026: Orientierung für Ihre Webseite
Wichtige Prüffelder zu Datenschutzinformationen, Einwilligungen, Dienstleistern und Sicherheit – ohne pauschale Rechtsgarantie.
Was fordert die DSGVO von Ihrer Webseite?
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit Mai 2018. Wer auf einer Website personenbezogene Daten verarbeitet, muss die jeweils einschlägigen Pflichten prüfen. Mögliche aufsichtsbehördliche Maßnahmen und Bußgelder hängen vom konkreten Verstoß und Einzelfall ab.
Die DSGVO-Checkliste 2026
1. Datenschutzerklärung (Pflicht)
Jede Webseite, die personenbezogene Daten verarbeitet, benötigt eine Datenschutzerklärung. Diese muss enthalten: Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen, Zweck und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung, Auflistung aller eingesetzten Tools (Google Analytics, Stripe etc.), Rechte der Betroffenen sowie Informationen zu Cookies und Tracking.
2. Cookie-Banner (Pflicht bei Tracking-Cookies)
Seit dem EuGH-Urteil von 2019 müssen Cookies, die nicht technisch notwendig sind, aktiv eingewilligt werden. Ein rechtskonformer Cookie-Banner muss vor dem Setzen von Cookies erscheinen, eine gleichwertige Ablehnen-Option anbieten, keine vorausgefüllten Checkboxen enthalten und die Einwilligung dokumentierbar und widerrufbar machen.
3. Anbieterkennzeichnung nach DDG
Für geschäftsmäßige digitale Dienste gelten regelmäßig die Informationspflichten des § 5 DDG. Die Angaben müssen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein.
4. Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Wenn Sie externe Dienstleister einsetzen, die Daten in Ihrem Auftrag verarbeiten (z. B. Hosting-Anbieter, Newsletter-Tools), benötigen Sie mit diesen einen AVV.
Häufige DSGVO-Fehler
- Google Fonts per CDN: Überträgt IP-Adressen an Google ohne Einwilligung. Lösung: Schriften lokal hosten.
- Google Analytics ohne Consent: Vor der Aktivierung muss die ausdrückliche Einwilligung vorliegen.
- Kontaktformular ohne Datenschutzhinweis: Jedes Formular muss auf die Datenschutzerklärung verweisen.
- Veraltete Datenschutzerklärung: Nach jedem neuen Tool muss die Erklärung aktualisiert werden.
DSGVO-Compliance mit TrustScout prüfen
TrustScout erkennt ausgewählte Datenschutz-Indizien innerhalb eines 26 Kriterien umfassenden Prüfkatalogs. Das Ergebnis ist keine Bestätigung vollständiger DSGVO-Konformität und ersetzt keine Einzelfallprüfung.
